Schon drei Spieltage mit unseren neuformierten Freiheits-Löwen, und die Hauptstadtlöwen waren noch nicht dabei? Das muss dringend geändert werden, und so machten sich vier Berliner Löwen schon mittags auf den Weg nach Nordfranken, um die angeblich besten Bratwürste der Regionalliga Bayern zu genießen und hoffentlich auch einer ansehnlichen Darbietung unserer Buam beizuwohnen.
Schon der Aufdruck auf unserem Mietwagen versprach Tore und die Anfahrt gestaltete sich problemlos. So viele Tunnels wie im Thüringer Wald, den wir im Regen durchfahren mussten, dürfte es sonst nicht geben in Deutschland. Bei Ankunft wurde uns gleich ein lauschiger Parkplatz unter Obstbäumen zugewiesen, und dann war man auch schon im Stadion. Hier haben sich die Gastgeber schon viel Mühe gegeben für den erwarteten Ansturm aus München. Praktischerweise gab es die vielgerühmten Würstl direkt am Eingang, und so kann die kulinarische Neugier gleich mit einer doppelten Portion gestillt werden.
Was soll ich sagen? Hat sich gelohnt, aber bis zur Krönung zur besten Wurst der Regionalliga müssen noch viele Tests unternommen werden. Das Stadion ist ein doch recht typischer Regionalligaplatz mit stufenlosen Graswällen an den Seiten, was die Wahl eines Stehplatzes nicht gerade einfach macht. Vor dieser Wahl trifft man aber auf viele bekannte Gesichter wie Peter von den Oberlandlöwen, und auch unsere Hauptstadtlöwin Sandra ist aus dem Münchner Exil angereist. Wie schön, wieder einmal mit so vielen lieben FreundInnen zu ratschen. Jetzt geht’s aber bald los, und wir haben noch keinen akzeptablen Stehplatz.
Kurzentschlossen stellen Benny und ich uns direkt an die Torbande, wann kann man ein Spiel unserer Löwen schon einmal von so nahe sehen? Tatsächlich gibt es in der ersten Halbzeit dann auch einiges zu sehen, überraschend schnell führt unser Lieblingsteam mit 2:0. So kann es gerne weitergehen in Halbzeit zwei, aber die entschlossene Chancenverwertung kann leider nicht beibehalten werden, die Aubstädter kommen stärker auf und erzielen nicht ganz unverdient den Anschlusstreffer. Zeit für unser jugendliches Sturmjuwel Arian Ortivero Calderon, der wie immer als Joker auf den Platz kommt und seinen Einsatz alsbald mit dem Tor zum 3:1 in der 84. Minute bezahlt macht.
Das war’s, oder? Natürlich nicht, die starken Aubstädter kommen noch ein paar Mal gefährlich vor das Tor von Vitus Eicher, und so fällt auch noch das 3:2 für die Gastgeber. Zum Glück ist das Zittern kurz, dann wird unsere Löwenmannschaft gebührend gefeiert. Ohne viel Stau machen wir uns auf den Heimweg nach Berlin, und kurz nach zwei liegt der Schreiber dieser Zeilen im Bett. Schee war’s, ich freue mich schon auf mehr davon!
Text und Bilder Christian Eulitz


















